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Sehr geehrte Damen und Herren,

der heutige Newsletter beginnt mit einem kritischen Beitrag über das „Elend im Lokaljournalismus“. Vielleicht gibt er Ihnen Denkanstöße, findet Zustimmung oder fordert Widerspruch von Ihnen heraus.

Das nächste Thema passt gut dazu. Gefordert wird, dass Sie Ihre Kunden, ergo Ihre Leser, ernst nehmen. Leidenschaft lässt sich auch lesen…

Eine gute Nachricht zum Weiterbestehen des Journalismus kommt aus New York. Englisch Kenntnisse sind bei diesem Beitrag von Vorteil.

Abschließend noch der wirklich gute Film von Geoff McGhee über Datenvisualisierung und wie Geschichten spannend erzählt werden können.

Liebe Zeitungsmacher, für Anregungen, Kritik und Erfahrungsaustausch sowie Impulse für neue Themen und Artikel stehen Ihnen das Team von tauxess und ich gerne zur Verfügung. Möchten Sie künftig keine aktuellen Informationen mehr auf diesem Wege erhalten, senden Sie bitte eine Antwort-E-Mail an as@tauxess.de mit dem Betreff „Abmeldung“. Wir löschen Sie dann sofort aus unserem exklusiven Verteiler.

Und nun: Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Alexander Seiffert


Der Supi-Staatssekretär und das Elend im Journalismus


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Prominentester Gast des alljährlichen „Bock auf Rock“-Festivals der Jungen Union Salzweg-Straßkirchen war Staatssekretär Dr. Andreas Scheuer. Unkompliziert und sympathisch mischte sich der aus der JU hervorgegangene deutsche Spitzenpolitiker am ersten Festivaltag unter das Publikum. Am Eingang zahlte er brav seinen Eintritt und ließ sich das obligatorische Eintrittsband am Handgelenk anbringen. Immer wieder hörte man, „das ist ja der Staatssekretär“.

Viele freuten sich über seine Anwesenheit. Und bemerkenswert ist auch, dass Dr. Scheuer, im Gegensatz zu anderen Politikern in ähnlichen Fällen, stets zu „Bock auf Rock“ kommt, unabhängig davon, ob gerade eine Wahl ansteht. Sein Kommentar zur Unser Radio Band „Jump“: „Die spielen eine super Musik.“ Und ob vor oder hinter der Theke, der Staatssekretär machte eine ausgesprochen gute Figur. Und Body-Guards – Fehlanzeige!

Ist das nicht supi mit dem Staatssekretär? Unkompliziert, sypmpathisch, macht eine super Figur, zahlt, obwohl Ehrengast, freiwillig Eintritt. Kommt auch dann, wenn keine Wahlen sind. Ohne Bodyguards!! Und das, obwohl er Spitzenpolitiker ist (was man allerdings etwas einschränken muss, ich weiß nicht, wie bekannt Dr. Andreas Scheuer außerhalb von Salzweg und Hutthurm ist). Da kann man schon mal so erstaunt wie erfreut ausrufen: Das ist ja der Staatssekretär!

Solche wunderbaren Lobpreisungen liest man (leider nicht nur) in der “Passauer Neuen Presse” — und sie sind bezeichnend für das ganze Elend im Lokaljournalismus. Denn das eigentlich Schlimme daran ist: So etwas ist Alltag in deutschen Lokalteilen. Und es ist erklärbar. Und, noch verrückter: Man kann der Redakteuren nicht mal einen wirklichen Vorwurf machen, so bizarr das klingt. Schuld ist eine Jahrzehnte alte Struktur, die über ebenso viele Jahrzehnte funktioniert hat, die jetzt an ihr Ende kommt und die die Regionalblätter in die Lage gebracht hat, in der sie jetzt stecken. Mehr…



Markengeflüster
What’s true at cocktail parties is also true in marketing i.e. If you want to be boring, talk about yourself. If you want to be interesting, talk about something else.

Hugh McLeod’s “Cocktail Party Rule” trifft es auf den Punkt. Eine Marke ist nur dann interessant, wenn sie Gesprächsanlässe schafft, nicht jedoch sich selbst zum Inhalt der Diskussionen macht. So definiert sich das Paradeexempel Zappos über Glück (Happiness) und nicht über Schuhe, dem eigentlichen Verkaufsstoff. limango (MAVENS-Kunde) macht das Einkaufen auf der Plattform zum Shopping-Erlebnis für Frauen, z.B. über die DaWanda-Anbindung, über die Shopperinnen passend zum Marken-Schnäppchen handgefertigte Accessoires angeboten bekommen.

Doch viele Unternehmen verstehen noch immer nicht viel davon, ihre Botschaft anders als in Werbebudgets zu verpacken. In Zeiten des Web 2.0 vertreiben Sie ihre Konsumenten mit billigen Werbebotschaften mehr, als dass sie sie überzeugen. Das sieht Amir Kassai ähnlich:

Man kann die Kunden heute nicht mehr verarschen. Ein schlechtes Produkt hat es heute viel schwerer, einen Markt zu finden. Und das ist auch gut so.

Das ist nicht neu. Medien, Blogger und Agenturen gleichermaßen predigen schon seit Jahren, die neue Macht des Konsumenten ernst zu nehmen. Der Schlüssel liegt nicht darin, die Verbraucher von der Einmaligkeit des Produkts oder der Dienstleistung zu überzeugen. Im Gegenteil: Sie wollen Spannendes, Aufregendes, Leidenschaftliches hören. Geschichten, die sie weitererzählen können und KEINE 08/15 Werbesprüche mit Pseudo-Botschaften von Daniela Katzenberger oder Boris Becker. Journalisten wie auch Konsumenten erzählen die Geschichte weiter, wenn sie gut ist. So auch MIT-Professor Henry Jenkins: If it doesn’t spread, it’s dead. Mehr…



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The Center for Entrepreneurial Journalism


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Today we at the City University of New York Graduate School of Journalism are announcing the founding and funding of the Tow-Knight Center for Entrepreneurial Journalism.

The Center, which I’ll direct, received $3 million each from the Tow and Knight foundations, in addition to earlier funding from the McCormick, MacArthur, and Carnegie foundations and CUNY. We will:

* Establish the country’s first MA degree in entrepreneurial journalism for our students and also offer certificates in the field for mid-career professional journalists.

* Continue our research in new business models for news, following on our work last summer in the new ecosystem of local news.

* Help create new enterprises in news. More on that later. Mehr…



Datenjournalismus
Großartiger Film von Geoff McGhee.

Fünf Minuten lang anschauen, begeistert sein und dann für den Rest zur Fassung mit Links und Hintergründen wechseln: Journalism in the Age of Data, ein Film von Geoff McGhee über Daten-Visualisierung und Storytelling. Mehr...



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