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Berlin, den 12.04.2010

Sehr geehrte Damen und Herren, ich hoffe, Sie haben schöne Osterferien er- und verleben können. Ich für meinen Teil durfte feststellen, dass Schuhe und Feuer auf Dauer nicht wirklich Freunde bleiben… Nun, welche kleinen und großen Geschichten bleiben Ihnen im Gedächtnis haften bezüglich Ostern Zwanzig-Zehn?

Was erwartet Sie in dem heutigen Newsletter? Der erste Beitrag kommt vom Journalismus-Forscher Tom Rosenstiel. Sein Fazit lautet: trauen Sie sich, neue Wege zu gehen!

Der folgende Artikel ist in meinen Augen eine Bestätigung dessen. Hier wird sich kritisch auseinander gesetzt mit den allgegenwärtigen Reaktionen auf die Veränderungen in der hiesigen Zeitungslandschaft.

Der schriftliche Austausch zwischen Horst Müller, Journalist und Professor für Redaktionspraxis und Romanus Otte, Generalmanager Welt Online bei „blogmedien“ zeigt auf, dass sich Ihre Leser sehr genau mit den dargebotenen Inhalten auseinander setzen.

Mit dem für heute abschließenden kurzen Beitrag möchte ich Ihnen noch einmal ein kleines Schmunzeln ins Gesicht zaubern. Was Zeitungen und Quark miteinander zu schaffen haben finden Sie bei „Coffee and TV“.

Liebe Zeitungsmacher, für Anregungen, Kritik und Erfahrungsaustausch sowie Impulse für neue Themen und Artikel stehen Ihnen das Team von tauxess und ich gern zur Verfügung. Möchten Sie künftig keine aktuellen Informationen mehr auf diesem Wege erhalten, senden Sie bitte eine Antwort-E-Mail an as@tauxess.de mit dem Betreff „Abmeldung“. Wir löschen Sie dann sofort aus unserem exklusiven Verteiler. Und nun: Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Alexander Seiffert


„Das Internet ist ein spektakuläres Werkzeug“


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In der Studie „State of the News Media“ zeichnet Journalismus-Forscher Tom Rosenstiel ein düsteres Bild der Medien. Im Interview beschreibt er nun Lösungen für den Journalismus.
FOCUS Online: Mr. Rosenstiel, das von Ihnen geleitete Project for Excellence in Journalism in Washington D.C. ist so etwas wie das Stimmungsbarometer des amerikanischen Journalismus. Wie sieht die Situation zurzeit aus?
Tom Rosenstiel: Im letzten Jahrhundert hatten wir das Glück, dass sich der Journalismus über Werbung finanzierte. Jetzt, da fast alle Medien online sind und das Publikum ins Netz abwandert, bricht dieses System zusammen. Die klassische Anzeigenwerbung kann den Journalismus im Internet nicht ausreichend subventionieren. Die grundlegende Frage ist daher: Wie können wir das Nachrichtenwesen im 21. Jahrhundert sichern? Denn ich glaube nicht, dass es unsere Bürger zufriedenstellt, wenn sie wissen, dass es nur noch Leute gibt, die das politische Geschehen stellvertretend für sie zwei Stunden am Tag hobbymäßig überwachen. Wir brauchen Vollzeitjournalisten, um Vollzeitnachrichten zu bekommen. Und diese Vollzeitjournalisten müssen ausgebildet sein und subventioniert werden, damit Werte wie Unabhängigkeit, Genauigkeit und Loyalität gegenüber dem Publikum, die sich im Laufe der letzten 100 Jahre entwickelten haben, überleben. Es ist ja nicht gottgegeben, dass sie das tun. Mehr…



Krise? Welche Krise?

Das lustigste Wort der zurückliegenden Monaten ist Krise. Wir haben keine Krise, wirklich nicht. Wer das, was in unserer Branche momentan passiert, als Krise bezeichnet, nennt berufsmäßige Steuerhinterzieher auch “Steuersünder”. Würden wir von einer Krise reden, hätten wir es mit einer vorübergehenden Erscheinung zu tun. Die irgendwann mal wieder endet – und danach ist dann fast alles beinahe wieder so wie vorher. Das ist natürlich ein Irrglaube. Nichts wird hinterher wieder so sein wie vorher. Vieles wird sich ändern, manches wird restlos verschwinden. Mehr…
Mal eben die letzten Wochen zusammengezählt — rund 20 Jobs bei der “Süddeutschen Zeitung”, um die 40 bei der “Abendzeitung”, rund 70 beim “Jahreszeiten-Verlag”, das sind um die 130 Leute, die neu auf den Markt kommen, um das mal ein wenig euphemistisch zu umschreiben. Man muss kein Zyniker sein, um die Prognose zu wagen: Nicht alle davon werden wieder in einer Festanstellung landen. Das wäre generell noch nicht wirklich schlimm, weil Freiberuflichkeit zwar vielleicht nicht jedermanns Sache, dennoch aber grundsätzlich nichts Schlimmes ist. Der Markt für Freie kollabiert aber momentan genauso wie die Geschäftsmodelle der konventionellen Medien. Das eine hängt also logischerweise mit dem anderen zusammen. Wenn beispielsweise ein Branchenriese wie Gruner&Jahr im vergangenen Jahr ein Minus von 18 Millionen Euro schreibt, dann wird er seine Budgets für freie Journalisten nicht gerade erhöhen wollen, sondern seine redaktionellen Bedürfnisse mit (wenngleich geringeren) Bordmitteln stemmen. Es herrscht ein Überangebot — ein Überangebot an Menschen, die Inhalte produzieren. Diese Lage wird sich weiter verschärfen. Dabei spielt es zunächst einmal aus ökonomischer Sicht gar keine Rolle, wer diese Inhalte produziert, ob es gelernte Journalisten, Blogger oder irgendwelche Content-Manufakturen sind, die mit Macht auf den Markt drängen. Tatsache ist, dass es weitaus mehr Inhalte als Konsumenten gibt. Das drückt den Preis, das weiß jeder Student der Wirtschaftswissenschaften schon vor dem ersten Semester. Das ist schon jetzt dramatisch spürbar: Es gibt freie Journalisten, die für Stundenlöhne unterhalb von 15 Euro unterwegs sind, wenn sie richtig rechnen. Richtig rechnen bedeutet eben nicht nur, das Honorar für ein veröffentlichtes Stück zu sehen, sondern den kompletten Aufwand. Wer also für eine Sache zwei, drei Stunden recherchiert (was eh nicht übertrieben viel ist) und dann noch eine Stunde schreibt/schneidet/produziert und dafür 80 Euro bekommt (was wiederum keine Seltenheit ist), der hat 20 Euro pro Stunde. Wie man sieht: eine Rechnung, die tendenziell vieles zugunsten des Freiberuflers voraussetzt. Es kann auch deutlich schlechter laufen.



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“Unsere Erwartungen bisher übertroffen”


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Zwei Tage lang hat Romanus Otte via “Twitter” angebliche “Fehler” in dem blogmedien-Beitrag vom Dienstag dieser Woche “Das geht wohl doch nicht App” moniert. Jetzt traf eine Replik des Generalmanagers von Welt Online ein, die ich nachstehend veröffentliche und anschließend beantworte.
25. März 2010. Nachfolgend zunächst – ohne Änderungen und in voller Länge – die heute per E-Mail eingegangene  Replik von Romanus Otte, Generalmanager Welt Online, auf den bei blogmedien am 23. März veröffentlichten Beitrag “Das geht wohl doch nicht App”: Mehr…



Hasende Begeisterung


In Zeitungen ist ja öfter Quark zu finden. Aber selten ist er dabei so gut in Form wie heute auf der “FAZ”: Mehr…



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