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Berlin, den 02.03.2010
Sehr geehrte Damen und Herren, aus meteorologischer Sicht hatten wir gestern den Frühlingsanfang 2010. Lassen wir doch nun den Winter, diese dunkle kalte Jahreszeit, hinter uns und freuen uns auf kommende freundliche und sonnige Zeiten. Dementsprechend starten wir unsere heutigen Beiträge mit einem klasse Interview mit Ernst Elitz.
In der Sueddeutschen.de führt er auf, vor welchen Herausforderungen der heutige Journalist und sein Handwerk stehen. Bei Thomas Knüver finden Sie wirklich bezaubernde Möglichkeiten zweier Unternehmen, durch kreative Marketingideen auf sich aufmerksam zu machen. Lassen Sie sich davon inspirieren und treten Sie mit Ihrem Titel selbstbewusst auf.
Auch der Artikel des BDZV über die Anpassungen der Websites deutscher Zeitungsverlage gibt Anlass zu Optimismus. Die Bestandsaufnahme über das aktuelle Online-Dienstangebot zeigt auf, welche Kanäle genutzt werden und was es mit den „mobilen Diensten“ auf sich hat. Aufbauend darauf zeigt der nun folgende Beitrag, dass das Thema Paid Content nicht kompliziert und aufwendig gestaltet werden muss. Das Online-Portal der Stiftung Warentest führte am 15.02.2010 dieses Bezahlverfahren ein. Mit Sicherheit auch etwas für Ihre Leser…

Liebe Zeitungsmacher, für Anregungen, Kritik und Erfahrungsaustausch sowie Impulse für neue Themen und Artikel stehen Ihnen das Team von tauxess und ich gern zur Verfügung. Und noch etwas in eigener Sache: Diese E-Mail ist kein Newsletter SPAM! Ihre Kontaktdaten sind uns aus persönlichen Gesprächen und Kommunikation bekannt und unterliegen in unserem Haus den rechtlich bindenden Datenschutzbestimmungen. Möchten Sie künftig keine aktuellen Informationen mehr auf diesem Wege erhalten, senden Sie bitte eine Antwort-E-Mail an as@tauxess.de mit dem Betreff „Abmeldung“. Wir löschen Sie dann sofort aus unserem exklusiven Verteiler.

Und nun: Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr
Alexander Seiffert




Echtheit statt Echtzeit


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Von Ernst Elitz. In der Branche herrscht Endzeitstimmung. Dabei brauchen wir die Wahrheitsfanatiker und Tabubrecher mehr denn je. Wozu noch Journalismus? Die Ethik der Medienmacher ist in Gefahr: Journalisten werden zu Handlangern der Politiker, bloggen im Netz und werden durch Laien ersetzt. Wie ist der Journalismus zu retten - und wieso sollten wir das überhaupt tun? In dieser Serie - herausgegeben von Stephan Weichert und Leif Kramp - setzen sich angesehene Publizisten auf sueddeutsche.de mit dieser Frage auseinander. In der ersten Folge schreibt Ernst Elitz, 68, Gründungsintendant des Deutschlandradios. Der Professor lehrt an der Freien Universität Berlin Kultur- und Medienmanagement.
Der Journalismus hat ein paar wichtigere Probleme als die Nackedeis auf Seite eins, als pinkelnde Prinzen und Paparazzi-Fotos. Tut mir leid, liebe B-Prominenz, die Ihr lieber die geschönten Portraits Eurer Haus- und Leib-Fotografen in den Blättern seht, es gibt es keinen Konkurrenzausschluss für die hechelnde Meute. Tut mir leid, liebe Bildungsbürger, der Journalismus hat andere Probleme als den von den Redaktionsphilosophen der FAZ beschworenen Untergang des Abendlandes durch das alles umschlingende Internet. Endzeit der eigenen Profession. Und Ihr, liebe Kolleginnen und Kollegen? Bekanntlich spricht man im Hause des Henkers nicht gerne vom Strick, aber in den Redaktionen redet man gern von der Endzeit der eigenen Profession. Es dreht sich so schön an der Garotte. Dabei hat der Journalismus eine blühende Zukunft, wenn er die Nähe zum Leser sucht, wenn er statt kühler Distanz Emotionen zeigt, wenn er seine gouvernantenhafte Vergangenheit abstreift und sich als Wahrheitsfanatiker neu entdeckt. Wozu also Journalismus? Weil er der beste Welterklärer ist, den ich kenne. Und weil das digitale Zeitalter ihm neue Gestaltungsräume eröffnet.




Das Schneeball-System der digitalen Kommunikation

von Thomas Knüwer. Im vergangenen August machte ein Video der Siegerin einer ukrainischen Casting-Show die Runde. Die Siegerin zeichnete per Hand wunderschöne Sandbilder – gänsehautig. Diese Idee hat sich Lieken Urkorn, besser dessen Dienstleister Draft FCB, geklaut und sehr schön in Mehl gesetzt.
Hübsch, oder? Genauso wie die nette Idee alte Fußballgrößen wieder auflaufen zu lassen.
Dahinter steckt Mercedes.Beides sind Beispiele für gute Marketing-Ideen. Und gleichzeitig für mangelndes Selbstbewusstsein großer Unternehmen im Internet.Im vergangenen Jahr dokumentierten die ersten Auszüge einer Studie der FH Mainz die extreme Unsicherheit von Dax-30 Mitgliedern, geht es um Social Media. Unter anderem hieß es, die Firmen litten unter “Kontrollverlust im Netz, Angst vor der unbekannten Masse der weltweiten User und das Unvermögen, Vorteile der Onlinewelt mit den Nutzern erwartungsgerecht zu teilen”. Hätte Lieken Urkorn beispielsweise die Kommunikation mit der Außenwelt aufgenommen, bestünde eine ordentliche Möglichkeit, dass sich dieses Video flott herumspricht. Einfach so. Käme das Filmchen von Mymuesli, der Saftkellerei Walther oder Frosta, es hätte nach einigen Tagen einige tausend Abrufe auf Youtube. So aber dümpelt es dahin. Zweimal finde ich es auf Youtube, in zwei beziehungsweise drei Tagen wurde es dort insgesamt 525 mal abgerufen – traurig. Auf der Homepage des Bäckers ist es eingebunden. Anscheinend wird es dort auch bei Youtube aufbewahrt, doch gibt es keine direkte Verbindung dorthin (vielleicht wird aber nur so gehostet, dass die Bedienelemente youtubig aussehen). Auch dort aber dürften die Abrufzahlen überschaubar sein. Denn Unternehmenshomepages sind grauenhaft langweilig, es passiert nichts, warum sollte ich dort mehr als einmal aufkreuzen?



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Zeitungswebsites besser denn je


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BDZV veröffentlicht Analyse deutscher Zeitungsportale
Die deutschen Zeitungsverlage haben ihre Websites in den vergangenen zwei Jahren massiv an die veränderten Wünsche und Anforderungen der Nutzer angepasst. Die Optimierungen gehen dabei über visuelle Aspekte hinaus. Sie schließen wesentliche Änderungen wie die Einführung neuer Dienste, Vermarktungsmöglichkeiten und Features ein. Der BDZV hat jetzt in Kooperation mit der Münchener Fachjournalistin Julia Schmid eine aktualisierte Bestandsaufnahme zum Online-Dienstangebot deutscher Zeitungsverlage veröffentlicht. Untersucht wurden die Websites in Bezug auf Social Media, mobile Dienste, E-Paper, Online-Videos und Jugend-Websites. Die Listen der Webangebote deutscher Zeitungen können auf der BDZV-Website im Bereich Zeitung Online abgerufen werden. Zeitungswebsites bilden die Basis digitaler Geschäfte. Das Thema „Internet“ bewegt die Zeitungsbranche wie kein zweites. Zeitungen gehörten zu den ersten, die die Möglichkeiten des Internets erkannten und frühzeitig eigene Web-Präsenzen starteten. Bereits 1997 gab es über 100 Zeitungstitel im Netz. 2002 waren es schon mehr als 400. Aktuell zählt der BDZV 658 Websites von Zeitungen – eine Steigerung von 22 Online-Angeboten gegenüber 2008. Wachsender Einsatz von Online-Videos
Online Videos sind in Deutschland mittlerweile fester Bestandteil der Zeitungsportale. Die Verlage sehen darin eine neue Chance, Reichweiten zu erhöhen und zusätzliche Werbeerlöse zu generieren. Der Einsatz von Videos auf Websites von Tageszeitungen ist gegenüber 2008 noch einmal deutlich um fast 100 auf 498 gestiegen. Vor zwei Jahren hatten die Verlage noch mehrheitlich Videos des niederländischen Anbieters „ZoomIn“ und anderer externer Dienstleister integriert. Auffällig gegenüber der aktuellen Analyse ist, dass sich nur noch auf 33 Prozent der ausgewerteten Websites Videoangebote von externen Anbietern finden. Stattdessen setzt die Mehrheit der Verlage auf selbstproduzierte Videos (59 Prozent), hinzu kommen Videos aus dem Netzwerk der Online Marketing Service GmbH (OMS), die sich bei 44 Prozent der Verlage finden. Die OMS hatte im November 2008 ein eigenes Videonetzwerk für ihre angeschlossenen Zeitungen gestartet. Das Unternehmen tritt dabei nicht nur als Vermarkter auf, sondern liefert den beteiligten Verlagen auch Technologie und Content.  Auch im Fall von zusätzlichen eigenproduzierten Bewegtbildern werden diese Clips in die von der OMS vorgegebene Video-Plattform eingebunden. Der Einsatz von Video-Clips der Anbieter „RTV“ oder „Now on Screen“ (NOS) bleibt im Vergleich zur Analyse aus dem Jahr 2008 weitgehend konstant. Das Video-Format Flash hat sich durchgesetzt. Es sind kaum mehr andere Videoformate zu finden.



Jetzt einfach per Handy bezahlen

Das Handy wird zur virtuellen Geldbörse: Als eines der ersten Online-Portale in Deutschland führt die Stiftung Warentest heute auf test.de ein neues Bezahlverfahren per Handy ein. „In rund 30 Sekunden ist ein kostenpflichtiger Artikel freigeschaltet, komplett ohne Registrierung“, sagt Hubertus Primus, Bereichsleiter Publikationen der Stiftung Warentest. Mit allen Mobilfunkanbietern möglich:
Dabei spielt es keine Rolle, bei welchem Mobilfunkanbieter der Nutzer Kunde ist, denn alle deutschen Netzbetreiber sind über eine einheitliche Schnittstelle an dem System beteiligt. Auch alle Prepaid Kunden können Inhalte per Handy freischalten. So funktioniert es: Im ersten Schritt gibt der Nutzer auf www.test.de seine Handynummer ein. Er bekommt sofort eine SMS mit einer Transaktionsnummer (TAN) geschickt. Diese gibt er im zweiten Schritt online ein. Unmittelbar nach der Bestätigung sind die kostenpflichtigen Inhalte freigeschaltet. Abgerechnet wird bequem über die Mobilfunkrechnung beziehungsweise über das vorhandene Prepaid-Guthaben.



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