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Sehr geehrte Damen und Herren, auch dieses Mal haben wir für Sie als Protagonisten in einem sich stark verändernden Bereich der Medien interessante und lesenswerte Themen zusammengestellt. Mit dem sonnigen Frühlingsanfang kommen auch die ersten zaghaften positiven Meldungen. Der Artikel vom BDZV berichtet gar von 10% Wachstum im Bereich der Onlinewerbung. Dass wir bereits beim letzen Mal den „richtigen Riecher“ hatten lesen Sie im darauf folgenden Thema Affiliate Marketing und Behavorial Targeting. Wie zu Beginn angerissen, befindet sich die Medienwelt im Umbruch. Ein in unseren Augen wichtiges Thema für Zeitungen werden in der Zukunft E-Books darstellen. Mit dem Spiegelartikel können Sie sich sozusagen in die Zukunft lesen. Marketingexperte Jim Sterne zeigt im Interview ein positives Bild der Möglichkeiten nach der Krise auf. Abschließend verbreitet der Leiter des Lokaljournalistenprogramms bei der Bundeszentrale für politische Bildung, Berthold L. Flöper, Optimismus. Warum Lokalzeitungen wichtig sind und es auch bleiben lesen Sie im Interview mit Ihm. Liebe Zeitungsmacher, für Anregungen, Kritik und Erfahrungsaustausch sowie Impulse für neue Themen und Artikel stehen Ihnen das Team von tauxess und ich gern zur Verfügung.

Und nun: Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr Alexander Seiffert
Großer Optimismus beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)
Untersuchung TU München ergab: Affiliate Marketing und Behavioral Targeting wachsen auch in 2009
Ein Berliner Unternehmen will Tageszeitungen, Zeitschriften und Bücher aufs E-Book bringen
Onlinemarketing kann mehr als den Abverkauf ankurbeln
Zukunft der Lokalzeitung - Online kann helfen, an Reichweite zu gewinnen


Großer Optimismus beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW)
Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger

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Prognose: Onlinewerbung soll 2009 brutto um zehn Prozent wachsen. Video-Werbemittel werden immer stärker eingesetzt. Großer Optimismus beim Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW): Die Organisation legte anlässlich ihrer Jahrespressekonferenz am 3. März 2009 in Hannover eine Prognose des Online-Vermarkterkreises (OVK) vor, wonach der Zuwachs im laufenden Jahr rund zehn Prozent auf dann brutto vier Milliarden Euro betragen wird. „Onlinewerbung gewinnt auch 2009 weiter an Bedeutung, bleibt aber nicht von der Weltwirt­schaftskrise verschont“, sagte dazu Paul Mudter, Vorsitzender des OVK im BVDW. Mit rund 3,65 Milliarden Euro habe die Onlinewerbung im zu­rückliegenden Jahr 2008 erneut eine Rekord­marke erzielt (+25 Prozent). Damit habe die On­linewerbung 2008 einen Anteil von 14,8 Prozent am Gesamtwerbemarkt (+2,7 Prozent im Ver­gleich zu 2007) erzielt. Bei diesen Werten handelt es sich allerdings um die Betrachtung der Brutto­werbeinvestitionen, also der Listenpreise für die Werbung, die sich vor allem in der klassischen Onlinewerbung (beispielsweise Bannern) mittler­weile recht stark von den tatsächlich gezahlten Preisen unterscheiden. Die Nettowerbeeinnah­men, die vom Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) ausgewiesen werden, liegen für 2008 noch nicht vor.  >>>



Affiliate Marketing und Behavioral Targeting werden wichtiger
Eine Untersuchung von ValueClick in Kooperation mit der Technischen Universität München ergab, dass Affiliate Marketing und Behavioral Targeting auch in diesem Jahr weiter wachsen werden. Die Studie vergleicht die Marketingaktivitäten deutscher und britischer Unternehmen und zeigt dabei einige signifikante Unterschiede auf. So setzen 53 Prozent der britischen Unternehmen im Marketingmix auch auf Online-Videos und die Einbindung mobiler Endgeräte. In Deutschland machen dies nur 26 Prozent. Auch in den Abrechnungsmodellen für Onlinemarketingaktivitäten gibt es Differenzen. So findet in Großbritannien der klassische Tausenderkontaktpreis auch Online Anwendung, während in Deutschland vor allem Cost per Order (CPO) genutzt wird. Auch die strenge deutsche Unterscheidung von CPO und Cost per Action (CPA) ist in UK nicht so ausgeprägt. Hier wird CPA als Oberbegriff für CPO verwendet.
Christian Geyer, General Manager von ValueClick Deutschland sieht die britischen Inseln in einer Vorreiterrolle für Deutschland: "Großbritannien ist dem Festland beim Onlinemarketing ein ganzes Stück voraus. Entsprechend stärker orientieren sich werbetreibende Unternehmen dort bereits an einer gerechten Vergütungsstruktur." Das in Deutschland gebräuchliche Motto "Last click wins" wird im Vereinigten Königreich von fast der Hälte der Marketingverantwortlichen (48 Prozent) kritisch hinterfragt. Sie befürworten stattdessen ein sogenanntes "Shared Revenue"-Modell, bei dem die einzelnen Marketingkanäle getrennt je nach erbrachter Leistung vergütet werden. Zwei Drittel der britischen Unternehmen 2009 planen ein größeres Budget für das Affiliatemarketing ein als noch im Vorjahr. Ein Viertel der Unternehmen gaben im vergangenen Jahr bereits zwischen sechs und zehn Millionen Euro für diesen Marketingkanal aus. Nach Suchmaschinenmarketing (SEM) und Displaywerbung liegt Affiliatemarketing damit in Großbritannien auf dem dritten Platz der beliebtesten Onlinemarketingkanäle. >>>


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Ein Berliner Unternehmen will Tageszeitungen, Zeitschriften und Bücher aufs E-Book bringen


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Ein Berliner Unternehmen will Tageszeitungen, Zeitschriften und Bücher aufs E-Book bringen und hat dazu ein eigenes Lesegerät entwickelt. "Wir wollen Inhalte auf neue Weise unter die Leute bringen", sagte der technische Leiter von txtr, Andreas Steinhauser, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AP auf der Cebit in Hannover.
Mitgebracht hat Steinhauser den Prototyp eines neuen Lesegeräts, das ebenso wie der in einer Woche in Deutschland startende Sony-Reader PRS-505 die als "E-Ink" (elektronische Tinte) bezeichnete Display-Technik nutzt. "Wir haben auf allen unnötigen Schnickschnack verzichtet", erklärt Steinhauser zur Bedienung des Lesegeräts, das als einzige Öffnung einen Mikro-USB-Anschluss hat. Im Unterschied zum Sony-Reader soll der txtr bei der im Herbst erwarteten Fertigstellung aber auch den Anschluss ins Internet haben - über W-Lan oder auch über Mobilfunk mit UMTS. Über Nahfunk können sich zudem zwei txtr-Geräte erkennen und Texte austauschen. Außer dem Gerät gibt es auch eine Plattform im Netz, auf der die txtr-Nutzer frei verfügbare Texte hochladen und austauschen können. Das E-Book-Lesegerät kann sich mit dieser Plattform verbinden und Inhalte von dort beziehen. Zurzeit ist txtr.com noch im Beta-Stadium, bis Mai soll die Entwicklung fertig sein. Zum Start des Geräts soll es einen Online-Shop geben, wo Verlage ihre Titel anbieten können, zu einem von ihnen selbst gewählten Preis. "Wir rennen bei denen die Türen ein", sagt Steinhauser. Auch Zeitschriften, Magazine und Tageszeitungen könnten dort mit eigenen Abo-Modellen ihre Ausgaben zum Download auf den txtr-Reader bereitstellen. "Unser Ziel ist die Verbindung von freien Texten mit dem kommerziellen Buchprogramm", erklärt der Technik-Chef (CTO) von txtr und zeigt, wie er auf dem Geräte-Prototyp sehr schnell von einer Seite zur nächsten blättert. Das geschieht ebenso wie die Auswahl von Texten mit einem "Slider" links vom Bildschirm, der mit 6 Zoll (12,24 mal 9,06 Zentimeter) ebensogroß ist wie der Sony-Reader. Wenn der Finger über den Slider wischt, erscheint sofort die nächste Seite. Auch lässt sich die Schrift schnell vergrößern, und der txtr wechselt vom Hoch- ins Querformat, indem man ihn einfach entsprechend dreht - dazu haben die Geräteentwickler einen Bewegungssensor eingebaut. >>>



Onlinemarketing kann mehr als den Abverkauf ankurbeln
Onlinemarketing kann mehr als den Abverkauf ankurbeln, findet Jim Sterne, amerikanischer Marketingexperte und Gründer des eMetrics Marketing Optimization Summit. Richtig eingesetzt, können die dabei gewonnenen Daten sogar das Geschäftsmodell eines Unternehmens revolutionieren. Welche Vorteile bietet Onlinemarking in einer Wirtschaftskrise? Jim Sterne: Wenn man beispielsweise eine Marketingaktion mit einer Postkarte durchführt, kann man schauen, wie viele mit der Karte ins Geschäft kommen. Bei Radio- und TV-Werbung ist ein Erfolg nicht messbar. Im Internet kann ich den Erfolg meiner Werbemaßnahme jedoch exakt überprüfen - und das hilft Firmen, Ihr Marketing zu verbessern. Das ist das Wundervolle daran. In wirtschaftlich schwachen Zeiten setzen die Leute verstärkt auf Performancemarketing statt auf Werbebanner. Sterne: Bei Budgetkürzungen investieren viele Unternehmen weiter in Mailmarketing und zwar aus gutem Grund: Bei ihren eigenen Kunden können Sie sicher sein, dass diese sich für ihr Angebot interessieren. Sehr wirkungsvoll ist auch die Werbung in Themen-Newslettern. Suchmaschinenoptimierung macht heute hoffentlich jeder, und auch Keyword-Advertising bringt viele Interessenten auf die eigene Seite.Profitiert das Internet von der Krise?
Sterne: Ich würde sagen: Das Internet profitiert nach der Krise! Der Prozentsatz der Internetwerbung an dem Gesamtumsatz wächst, aber wenn die Budgets sehr stark gekürzt werden, kann es passieren, dass der absolute Umsatz dennoch sinkt. Wer jedoch in wirtschaftlich schwachen Zeiten online wirbt und dabei entdeckt, wie gut das funktioniert, wird auch in besseren Zeiten dabei bleiben.


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Zukunft der Lokalzeitung - Online kann helfen, an Reichweite zu gewinnen


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Im Informationswust wächst der Bedarf an gutem Journalismus. Interview mit Berthold L. Flöper, Leiter des Lokaljournalistenprogramms bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Crossmedial soll die Zeitung der Zukunft sein. Ist das nicht ein alter Hut? Die Zeitungsverlage sind doch schon mit ihren TV- und Radioprogrammen nicht weiter gekommen. Ein alter Hut? Ganz und gar nicht. Die frühen Fernseh- und Hörfunk-Projekte sind mit dem Internet gar nicht zu vergleichen. Das waren überwiegend in sich geschlossene Rundfunkangebote, ohne Verknüpfung mit dem Printprodukt. Außerdem haben sich die Zeitungsverlage in den vergangenen Jahren selbst verändert: vom reinen Verlag zum Medienhaus. Damit hat sich auch der Umgang mit den neuen Medien gewandelt. Jetzt gibt es mit Web-TV, Podcasting, Handy und Internet ganz neue Verzahnungen, auch mit dem Printprodukt. Dabei haben die Zeitungen sogar Reichweiten gewonnen: Sie werden von viel mehr Lesern und Usern in ihrer jeweiligen Region wahrgenommen, weil sie sich den veränderten Informationskonsum-Gewohnheiten der Menschen anpassen und ihr Publikum auf unterschiedlichen Kanälen bedienen. Deutschland bewegt sich im Internet. Die Leute stellen ihre Fotos, ihre Filme, ihre Blogs ins Netz. Man chattet, liest die neuesten Nachrichten, sieht fern. Welche Chancen hat da noch die gute alte Tageszeitung?
Die seriösen und gut aufbereiteten Nachrichten aus dem Lokalen kann den Zeitungen bislang keiner streitig machen. Die Nähe zu ihrem Publikum auch nicht. Außerdem wünschen sich die Menschen Orientierung. Sie wollen kompetenten Journalismus, dem sie vertrauen können. Gut ausgebildete Lokalredakteure sondern die Spreu vom Weizen, der Informationsmüll wird entsorgt. Und das für alle Lebenslagen ihrer Leser. Gut gemachter Lokaljournalismus steht hoch im Kurs.
Gibt es bereits Geschäftsmodelle, mit denen die Zeitungen künftig im Online-Geschäft Geld verdienen wollen? >>>